Tiefkühlspeisen – YAY oder NAY?

Ich bin noch immer nicht wieder in einen guten Rhythmus gekommen, was meine Ernährung und das selbst kochen angeht. Einige meiner schnellen Go-To Speisen habe ich hier im Blog ja auch für euch beschrieben, aber hier bin ich doch ein wenig einseitig unterwegs und bleibe oft bei den Wrap-Variationen hängen.

Zuletzt bin ich beim Einkaufen dann in der Tiefkühlabteilung hängen geblieben. Da ich nur ein sehr kleines Tiefkühlfach in meinem Kühlschrank habe, habe ich nie großartig darüber nachgedacht, einen gewissen Vorrat an gekauften Speisen im Tiefkühler zu haben. Ich habe hauptsächlich Selbstgekochtes eingefroren, wenn mir Portionen übrig geblieben sind und ich aber nicht vier Tage lang das gleiche essen wollte. Nachdem ich zum Abtauen alles leergemacht hatte, war wieder Platz, und so dachte ich “Warum nicht?”

Mit einer Packung Chicken Nuggets, Tiefkühlgemüse und zwei kompletten Fertigmenüs war alles voll, und ich habe mein Experiment gestartet. Das ist mittlerweile ein paar Wochen her, und hier kommen meine Erfahrungen:

  • Fertigmenüs scheinen verlockend, gehen sie doch zumeist super schnell. Ab in die Mikrowelle oder ins Backrohr, und nach 10 Minuten kann man essen. Wenn man auf die Kalorien achtet, sind Fertiggerichte sogar sehr angenehm finde ich, da man eine ziemlich genaue Angabe bekommt, wie viel man von welchen Makros isst – so genau schafft man es meistens nicht beim selbst kochen, egal wie genau man alles abwiegt und dann zusammenrechnet.
    Aber: zumindest ich bin ein etwas heikler Mensch, und so war die Soße beim mediterranen Hühnchen nicht ganz nach meinem Geschmack und ich habe Teile des Gemüses übriggelassen. Bei der Lachs-Spinat-Pasta habe ich nur den Fisch und die Pasta rausgepickt. Das ist dann irgendwie auch schade und obwohl Fertigmenüs noch immer viel weniger kosten, als sich Essen nach Hause liefern zu lassen, bin ich zu geizig um ein Drittel quasi wieder wegzuwerfen.
  • Tiefgefrorene “Einzelteile”: von denen bin ich mittlerweile ein großer Fan. Ich variiere zwischen Chicken Nuggets (leider habe ich in meinem Supermarkt noch kein nicht-paniertes Fleisch gefunden), Mozzarella-Sticks, Gemüsetalern (vor allem Blumenkohl-Käse, mmmmhhhhhh), Fischstäbchen und gemischtem Gemüse.
    Die Nuggets, Sticks oder Taler kann man entweder mit dem Gemüse kombinieren, oder alleine mit einem Salat als Beilage essen. Natürlich kann man auch Pasta oder Reis dazu machen (zumindest beim Fleisch und Fisch), wenn man das möchte, aber ich bin von Haus aus kein großer Fan von diesen Carb-Beilagen (nicht dass damit irgend etwas falsch wäre, aber ich mag sie nicht so oft).
  • Mir ist es mittlerweile aufgrund der Arbeit schon mehrfach passiert, dass ich mir Essen gemacht habe, und dann länger in einem call gewesen bin, sodass es wieder kalt geworden ist. Auch wenn es nicht unendlich oft möglich ist (es wird dann ja trocken) war es kein Problem, die Chicken Nuggets noch einmal im Backrohr aufzuwärmen. Der Aufwand ist insgesamt ziemlich niedrig, raus aus dem Tiefkühlfach, rein ins Backrohr (oder die Mikrowelle, aber das mache ich nur mit dem Gemüse), Soße oder Salat dazu, und das Essen ist fertig.
  • Natürlich gibt es auch bei gefrorenen Lebensmitteln Preisunterschiede. Es muss nicht immer Iglu sein, es gibt von den meisten Supermärkten auch Eigenmarken, die leckere Alternativen oder teilweise sogar die exakt gleichen Sorten für weniger Geld bieten. Und so kann man, wenn man aufs Geld schauen muss, günstig recht lange essen. Klassische Beilagen wie grüner Salat, Reis, Nudeln oder Kartoffeln kosten auch nicht viel und halten lange aus.

Mein Fazit: absolut Yay! Ich würde momentan keine einzige warme Mahlzeit zu mir nehmen, wenn ich diese Möglichkeit nicht hätte. Wie ist eure Meinung dazu?